23.03.2016 // „München muss endlich auch im Klimaschutz zur Weltspitze gehören! Wir Bürger wollen saubere Luft und einen weiß-blauen Himmel“ 

Bürgerbegehren gegen SWM-Steinkohlekraftwerk zieht immer breitere Massen an
50 Organisationen und bald 10.000 Unterschriften

Mit den Freien Wählern (FW) stehen weitere engagierte Münchnerinnen und Münchner hinter der Forderung nach einer sauberen Stadtluft. So besteht das Bürgerbegehren „Raus aus der Steinkohle!“ inzwischen aus rund 50 Münchner Partnerorganisationen für ein sauberes München.

„Angesichts des dramatischen Klimawandels müssen Kohlekraftwerke schnellst möglich abgeschaltet werden. Das Potential die Fernwärmeversorgung aus CO2-freier und höchst profitabler Geothermie zu gewinnen ist eine Chance für die Region München. Die Stadtregierung muss jetzt auch handeln und den Umstieg beschleunigen“ So begründet Michael Piazolo MdL und Vorstandsvorsitzender der Freien Wähler München deren Beitritt zum Bündnis für saubere Energie.

Michael Schabl, Leiter des Bürgerbegehrens geht noch weiter und fordert „Die Stadt sollte die intensive Förderung der regionalen Akteure bzgl. Stromspeichertechnologien aufnehmen um hier technologisch am Mega-Trend teilhaben zu können.“

„Alle hören es läuten, nur die SWM und die Stadt München nicht. – Die Stadt als Eigentümer der SWM muss endlich handeln, bald 10.000 Bürgerinnen und Bürger haben inzwischen das Bürgerbegehren unterschrieben, täglich erhalten wir Anfragen nach Unterschriftenlisten.“ kommentiert Klaus von Birgelen, Stellvertreter des Bürgerbegehrens den Verlauf der Kampagne.

„Die Münchnerinnen und Münchner wollen keine Kohle mehr verbrennen, sondern die CO2-Dreckschleuder verbannen. Die Stadt München wirft Jahr für Jahr Steuergelder für Klimaschutz zum Fenster raus, wenn aber richtiges Einsparpotential da ist, dann kneift sie.“ Schabl sieht OB Dieter Reiter in der Verantwortung, „dem Bürger und der Umwelt gegenüber“.

Der Druck auf die Regierenden im Rathaus von SPD und CSU steigt mit dem Beitritt der Freien Wählern deutlich. Die bereits angestoßene Überarbeitung der Studie zum HKW Nord Block 2 wird nur einer von weiteren Erfolgen des Bündnis für saubere Energie sein.

„Die Kohlewirtschaft ist nicht nachhaltig, weil die Rohstoffe nicht im gleichen Maß ersetzt wie verbraucht werden. Dafür dürften wir nur ein Millionstel des derzeitigen Verbrauchs an Kohle generieren.“ sieht nicht nur Prof. Dr. Ernst Schrimpff, Experte für erneuerbare Energien des Bündnis Nachhaltigkeit Bayern, die Lage kritisch.

„Die Bedingungen, unter denen die Steinkohle abgebaut wird, sind destruktiv und ungerecht. Daher unterstützt unsere Hochschulgruppe das Bürgerbegehren. Wir fordern, dass die Geschäfte, die mit Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen einhergehen, aufhören.“ bekräftigt Elizabeth Heller von der LMU Hochschulgruppe S.E.A.L Students for Earth&Animal Life die umfassenden Recherchen von Alejandro Pacheco Zapata. Er zeigt in seiner Studienarbeit die Folgen auf mit denen der Kohleabbau einher geht am Beispiel Kolumbien auf: Der Fall Kolumbien

Als weitere Unterstützerorganisation haben sich sneep München und Chasqui e.V. offiziell dem Bündnis angeschlossen.

Inzwischen stehen auch knapp 10.000 und damit fast ein Drittel der für das Begehren nötigen Münchnerinnen und Münchner mit ihrer Unterschrift hinter der Forderung nach sauberen Geschäften bei der Energieversorgung und CO2-Einsparung vor Ort.
„München muss weltweit die Nummer 1 im Klimaschutz werden. Das ist unser Selbstverständnis und das Verständnis von ‚Mia san München’“.

Immer mehr Münchner besuchen auch die Onlinekampagne auf der Webseite von www.raus-aus-der-steinkohle.de und auf Facebook und Twitter.

„Wir sind gespannt, wann die Stadt sich dem Willen der Bürger anschließt.“
Herzliche Grüße,

Michael Schabl
Kampagnenleiter des Bürgerbegehrens

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