13 Gründe warum München aus der Steinkohle aussteigen muss!

Informiere Deine Freunde!

VON WEGEN: "wir könnten nicht entscheiden"

Die Stadtregierung möchte die Bürger mit der Aussage in eine Position der „Ohnmacht“ versetzen, wir könnten nichts entscheiden und es mache also keinen Sinn, zu wählen. #VonWegen

Die Bürger entscheiden über die Abschaltung

und damit dafür, dass nicht mehr 365 Tage im Jahr importierte Kohle verbrannt werden darf.

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und/oder die Bundesnetzagentur werden später entscheiden ob Block 2 für Reserve betriebsfähig stehen bleiben muss und bei Ausfall anderer Anlagen nochmals kurzzeitig aushelfen muss. Dafür kann der Block 2 wie üblich mit Gas angefahren werden und laut Aussage der SWM auch 1-3 Tage mit Gas statt Kohle betrieben werden.

Es handelt sich daher um zwei unabhängige Entscheidungen. Durchschauen Sie die Beweggründe und Stimmen Sie ab! 

Abschaltung 2020 ist möglich

Abschaltung 2020 ist möglich

Zitat aus der Zusammenfassung der Untersuchung S. 3
„Eine vorzeitige Stilllegung des Kraftwerksblocks, beispielsweise im Jahr 2020, wäre jedoch grundsätzlich möglich. Die ausfallende Wärmeerzeugung für das Münchner Fernwärmenetz würde in diesem Fall durch andere Heizkraftwerke sowie durch Heizkessel ohne Stromerzeugung übernommen, die alle mit Erdgas gefeuert werden. Die ausfallende Stromerzeugung würde zum größeren Teil durch andere Heizkraftwerke in München, zum kleineren Teil durch andere Kraftwerke im deutschen oder europäischen Strommarkt übernommen.“

In allen Abschaltszenarien ist die Versorgung sichergestellt. (Bestätigt durch Dr. Bieberbach in der Stadtratssitzung vom 18.10.2017)

VON WEGEN "Eine Abschaltung würde keine CO2-Einsparung bringen"

VON WEGEN Eine Abschaltung würde keine CO2-Einsparung bringen

Die Argumentation der SWM/Stadtregierung ist widersprüchlich zu den Aussagen der Untersuchung. Sie bezieht sich wahrscheinlich lediglich auf die Annahme, dass der europaweite Emissionshandel irgendwann wieder funktionieren könnte.
Die SWM können mit Stilllegung des Kraftwerks auch die Emissionszertifikate stilllegen, dann kommen Sie nicht zurück in den Handeln.

Fakt is:
In der Untersuchung von Öko-Institut und SWM heißt es auf Seite 30:

„Wie im Kapitel A4.5 zur Methodik der ökologischen Bewertung bereits ausgeführt, sollte als Maßstab für eine Entscheidung zum HKW Nord 2 in erster Linie der in Tabelle 3 hervorgehobene Kontext auf Deutschland ohne Ausgleich durch den Emissionshandel herangezogen werden.“
Deshalb rechnen wir mit dem Mittelwert von 7,6 Mio. t CO2

auf Seite 23:

„Unabhängig von den Effekten im EU ETS würde eine vorzeitige Stilllegung des HKW Nord 2 dazu beitragen, die nationalen Minderungsziele für Treibhausgase zu erreichen und würde es auch der LH München deutlich erleichtern, ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen.“
„Solange der EU ETS keine angemessenen Preissignale für Klimaschutz-Maßnahmen gibt und das Überangebot von Emissionsrechten fortbesteht, tritt die oben beschriebene ausgleichende Wirkung des Handelssystems nicht ein. Eine Reduktion von CO2-Emissionen im Stromsektor aufgrund einer vorzeitigen Stilllegung des HKW Nord 2 in München führt in diesem Fall zu einer zusätzlichen Verringerung der Emissionen der vom EU ETS erfassten Sektoren.“

Weiter auf Seite 40: “Dem finanziellen Schaden für die SWM steht eine erhebliche Reduktion von CO2-Emissionen gegenüber.”
Reduktion CO2-Emissionen in Deutschland, Stilllegung 2022: 6,4 – 8,8 Mio. Tonnen

Schon bis zu 55% CO2-Emissionen können eingespart werden, wenn man im ersten Schritt mit Gas die notwendige Wärme erzeugt. Noch besser ist, dass das Gas erneuerbar erzeugt werden kann. Zum Glück gibt es das Gasheizkraftwerk Süd, das auch Strom erzeugt.
Zitat: “Die ausfallende Stromerzeugung würde zum größeren Teil durch andere Heizkraftwerke in München, zum kleineren Teil durch andere Kraftwerke im deutschen oder europäischen Strommarkt übernommen.”

Klima-Folgeschäden

Klima-Folgeschäden

Die Folgeschäden durch den Anteil des Münchner Kohlekraftwerks an der Klimaüberhitzung belaufen sich nach Berechnungen des Umweltbundesamt auf
320.000.000 Euro jährlich!

Für München wird konkret erwartet:

  • Zunahme der Hitzeextrema
  • Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen, verlängerte und verstärkt auftretende allergische Beschwerden
  • Veränderung des Hochwasserrisikos, Herausforderungen durch lokale Starkregenereignisse mit möglichen Gebäudeschäden, Anstieg des Grundwasserspiegels
  • Verkehr: mögliche Beeinträchtigungen von Straßen und Schienen
  • Herausforderungen durch Hitzewellen

Jedes Jahr, dass wir früher aus der Kohleverbrennung aussteigen, desto besser!

VON WEGEN "100% erneuerbar"

VON WEGEN 100% erneuerbar

München ist nicht so „grün“ wie man meint: Der Großteil des lokal erzeugten Stroms und der Fernwärme wird durch die Verbrennung von importierter Steinkohle erzeugt.

Erneuerbaren Strom produzieren die SWM hauptsächlich ausserhalb Deutschlands, wo sie oftmals auch nur Anteile von Anlagen gekauft haben um ihre Ziele zu erreichen, oft mit zu hohem Risiko für ein Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge.

Dass hier lokal in Sachen Ausbau der Erneuerbaren wenig passiert ist und das Kohlekraftwerk der größte Klimakiller der Stadt noch immer läuft, juckt die Stadtregierung offenbar nicht und lässt die SWM weiter schmutzige Profite machen.

Folgen der Klimaüberhitzung ernst nehmen

Folgen der Klimaüberhitzung ernst nehmen

Häufigere Naturkatastrophen und Hungersnöte machen Hunderte Millionen Menschen zu Klimaflüchtlingen. Demnach wird der Anstieg des Weltklimas um ein Grad ein Entwicklungsland mit einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad etwa 0,9 Prozentpunkte Wachstum kosten. Aufstrebende Nationen, die in einer noch heißeren Klimazone mit 25 Grad liegen, würden sogar noch härter getroffen. Die Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf lägen bei 1,2 Prozentpunkten.

Für das weltweite BIP seien die Effekte noch zu verkraften. Schließlich würden diese eher armen Länder nur ein Fünftel zur globalen Wirtschaftsleistung beitragen. Die Entwarnung gilt jedoch nicht für etwaige Flüchtlingsströme. Die vom Klimawandel am härtesten getroffenen Volkswirtschaften sind das Zuhause von 60 Prozent der Weltbevölkerung, heißt es in der IWF-Analyse weiter.

Siehe selbst:

International Organization for Migration: Migration and Climate Change: https://www.iom.int/migration-and-climate-change-0

Greenpeace, 2007: Studie: Klimaflüchtlinge – die verleugnete Katastrophe: https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/studie-klimafluechtlinge

So siehts die Presse:

Interview des BR (29.11.2015): http://br.de/s/22UQR1E https://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article169112088/IWF-warnt-vor-Klimafluechtlingen.html

VON WEGEN "teuer"

VON WEGEN teuer

Die Stadtregierung möchte den Bürgern Angst machen und schreckt nicht davor zurück, mit zu wenig Geld für Kinderkrippen und Schulen zu argumentieren. Peinlich dieses Niveau. Für eine der wichtigsten Maßnahmen – den Klimaschutz – gäbe es nicht ein paar Millionen, aber an anderer Stelle werden sie verschleudert.
Von wegen weitsichtig und volkswirtschaftlich!

Fakt ist: Das Münchner Kohlekraftwerk bringt durch das schmutzige Geschäft der Verstromung von importierter Kohle jährlich nur 7,4 Mio. EUR Gewinn ein.

Um die Klimaschutzziele zu schaffen gibt die Stadt aktuell jedes Jahr 32 Mio. EUR aus, wodurch über 5 Jahre aber nur 2% Einsparung erreicht wurden. Wenn wir nicht zusätzlich effektive Maßnahmen ergreifen, verfehlen wir nicht nur die Klimaschutzziele sondern häufen jedes Jahr mehr Folgeschäden an durch unseren Beitrag an der Klimaüberhitzung.
Wie das Diagramm zeigt, ist der Kohleausstieg fast viermal so effektiv wie die reine Fortsetzung der bisherigen Klimaschutzprogramme.

Seite 25, SWM/Öko-Institut e.V., 2016, „Untersuchung unterschiedlicher Szenarien zum Ausstieg aus der Kohleverbrennung am Standort Nord
Herleitung aus Quelle: Entgangene Gewinne bei Abschaltung bis 31.12.2022, Mittelwert aus beiden Szenarien: ~156 Mio. EUR (mit diesem Wert vor Steuern visualisieren wir im Diagramm), über 13 Jahre bis Referenzjahr 2035 ergibt: 12 Mio. EUR pro Jahr, Abzüglich Gewerbesteuer; 13% und Körperschaftssteuer; 25%: 7,4 Mio. EUR

Gesamtfazit zum Integrierten Handlungsprogramm für Klimaschutz in München (IHKM), Seite 6+8: KSP13+15 bringen nur ~ 2% Einsparung.

VON WEGEN "emissionsarm"

VON WEGEN emissionsarm

Man möchte uns weismachen, dieses Kohlekraftwerk sei sauber und sagt, das HKW Nord sei modern und emissionsarm. Von wegen!

Fakt ist:
„…dass dieses Kraftwerk aufgrund des Einsatzes von Kohle hohe Emissionen aufweist, die auch durch die hohe Effizienz der Anlage nicht kompensiert werden können.“ so das Öko-Institut e.V. in ihrem Gutachten.

Insbesondere wenn die SWM im Sommer ineffizient nur Strom produzieren und mit der ungenutzten Wärme die Isar aufheizen, nutzt die Anlage auch nicht die Effizienz der KraftWärmeKopplung (KWK)

Die SWM erzeugen im Münchner Kohlekraftwerk mehr klimaschädliches CO2 als der gesamte Münchner Straßenverkehr. München verfehlt damit seine Klimaschutzziele.

Fachgutachten: „Klimaschutzziel und -strategie München 2050“, S. 276 + 151f

Beschluß der Stadt die Klimaneutralität bis 2050 erreichen zu wollen.

Umweltbundesamt, Emissionen des HKW Nord https://www.thru.de/search/?c=search&a=detail&betriebId=56128&kalendarjahr=2015&view=betriebe&L=0

Importkohle

Importkohle

Seit Jahren bezieht München seine Steinkohle ausschließlich aus dem Ausland, aktuell Tschechien, USA und Sibirien.

Seit die SWM auch die billige Kohle importieren, wird auch fast doppelt soviel verbrannt, um nun auch noch im Sommer ineffektiv NUR Strom zu produzieren und die Wärme ungenutz in die Isar zu leiten.

Siehe selbst: Kohleimporte der letzten Jahre

Apropos: Studie der Stadtwerke belegt

Stellungnahme des Stadtrates haltlos und irreführend

Entlarven Sie, dass die Stellungnahme nur Ängste schüren soll um Sie emotional zu beeinflussen. Lesen Sie unsere Richtigstellung basierend auf den Fakten und belegt durch Zitate aus dem SWM-eigenen Abschlußbericht zur Untersuchung des Kohleausstieg und stimmen Sie dann rational ab!

zum Download der Richtigstellung

Hochgiftiges Quecksilber

Quecksilber

Bei der Steinkohleverbrennung wird hochgiftiges Quecksilber freigesetzt, das von Mensch und Tier aufgenommen wird.

Das Schwermetall sammelt sich im Körper von Mensch und Tier an und wirkt als Nervengift. Wenige 0,000.000.001 kg können tödlich sein.

Das HKW München Nord bläst jährlich 25 Kilogramm davon in die Luft. Das Kraftwerk überschreitet dabei die Grenzwerte nicht, die deutlich über denen zum Beispiel der USA liegen, da auch bei Grenzwerten die Kohle-Lobby mitspricht.

Siehe selbst:

Emissionsdaten des HKW Nord, Umweltbundesamt:
https://www.thru.de/search/?c=search&a=detail&betriebId=56128&kalendarjahr=2015&view=betriebe&L=0

So siehts die Presse:

Spiegel Online zu Quecksilber aus dt. Kohlekraftwerken
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/quecksilber-aus-deutschen-kohle-kraftwerken-zu-80-prozent-vermeidbar-a-1168537.html

Artikel zu Quecksilber in der ZEIT
http://www.zeit.de/2016/03/quecksilber-gefahr-kohlekraftwerke

ZDF „Frontal21“ Doku zu Quecksilber (Min. 4:30 sehr spannend)
https://www.youtube.com/watch?v=nkN8Kk_wHPY

Steinkohle ist ein finanzielles Risiko

Steinkohle ist ein finanzielles Risiko

Das Münchener Steinkohlekraftwerk ist ein großes finanzielles Risiko für die Stadt.

Sobald die CO₂-Emissionspreise steigen oder ein Kohleausstiegsgesetz beschlossen wird, drohen den Münchener Stadtwerken (SWM) erhebliche Belastungen in Millionenhöhe, da das Kohleverbrennen plötzlich teuer wird uns Sie nicht rechtzeitig für Alternativen gesorgt haben.

Ein Beispiel?

Der Energiekonzern E.on verbuchte bereits 2015 einen Rekordverlust von sieben Milliarden Euro.

Der stille Killer

Der stille Killer

Der Kohleblock des HKW Nord ist der größte Klimakiller Münchens.

Er stößt mehr CO₂ aus, als alle Autos und LKWs in München, das entspricht mehr als 17 Prozent der städtischen Emissionen.

Diese entstehen bei der Verbrennung von 800.000 Tonnen Steinkohle pro Jahr bzw. 1,5 Tonnen pro Minute! Dabei oxidiert der Kohlenstoff zur 2,7 fachen Menge von über 2.000.000 Tonnen CO₂

Siehe selbst:

Emissionsdaten zum HKW Nord, Umweltbundesamt:

Fachgutachten: „Klimaschutzziel und -strategie München 2050“,
S. 40, Tabelle 4-1, CO₂ Emissionen Münchens in 2014: 7,9 Mio.t CO₂
S. 34, Tabelle 3-6, CO₂ Emissionen Verkehr: 1,219 Mio. t CO₂ (15,5%)

So siehts die Presse:

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/steinkohle-buergerbegehren-muenchen-100.html

Tonnenweise Kohle

Tonnenweise Kohle

Rechnet man den jährlichen Verbrauch des Münchener Kohlekraftwerks (800.000 Tonnen) in Schüttwägen der Bahn um, ergeben sich beeindruckende Zahlen.

Jeden Tag verbrennt das HKW Nord die Steinkohleladung von etwa 55 solcher Zugwaggons (Lademasse etwa 40 Tonnen).

Passiert das weiterhin wie geplant, werden vorraussichtlich noch mehr als 30 Millionen Tonnen CO₂ bis 2035 ausgestoßen.